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22.02.12 02:01
Rückkehr zum herben Pop der Ting Tings


Nach "We Started Nothing" verfolgen die beiden Engländer von "The Ting Tings" weiter ihren ungenierten Eroberungszug durch die Musikindustrie und legen das allseits erwartete Album "Sounds From Nowheresville". Trotz dem gigantischen Erfolg des Vorgängeralbums – das Stück "Shut Up And Let Me Go" wurde als Werbesong für iPod und Fanta auserkoren – kultivieren Katie White und Jules De Martino das Image der bescheidenen Künstler, die nichts Neues erfunden haben. Ihre stark von den Rhythmen des 80er-Elektro-Pop à la "New Order" inspirierte Musik ist gewiss nicht revolutionär, wird aber von keinem vergessen, der sie einmal im Ohr hatte. Was bietet das neue Album? Auf den ersten Blick ist das Rezept unverändert. Katie würzt mit der näselnden Stimme des "british punky girl" die ruckartigen Melodien von Jules ("Silence", "Hit Me Down Sonny", "Hang It Up" oder "Guggenheim"). Im zweiten Teil wird die Folkkurve eingeschlagen ("Day to Day", "Help"), die Grenze zum Trip-Hop überschritten ("In Your Life") und bei Reggae und Ska ein Zwischenhalt eingelegt ("Soul Killing"). Also nichts Neues unter der Sonne. Gleichzeitig ist es verdienstvoll, dass The Ting Tings gleich zu Beginn ihren Sound gefunden haben, und das kann man ihnen schlecht zum Vorwurf machen.

22.02.12 01:59
Hakon Kornstad: Alchemist des Saxofons


Hakon Kornstad, der norwegische Jazzer mit Hang zum Experimentieren, zeigt uns ein weiteres Mal sein verblüffendes Können auf dem Saxofon. Wie schon beim letzten Sololauf "Dwell Time", hat der Musiker auch auf dem besänftigenden und faszinierenden Album "Symphonies in my Head" selber die Begleitung der Stücke übernommen. Seine Methode? Die Begleitung via einen Vintage-Sampler sammeln , verschnürt wird das Ganze mit Klängen gedrückter Saxtasten, Flöten und, auf dem verträumten "Sansula", einer Sanza, was ein afrikanisches Daumenklavier ist. Hakon Kornstad präsentiert eine Schatulle, die durch geduldiges instrumentales und geräuschliches Laborieren zustande gekommen ist. Dazu kommen inspirierte Melodien, die jeweils improvisiert werden. Die Musik des Ausnahme-Jazzers zeigt in Titeln wie "Damascus" oder "Flutter" eine Ausdrucksstärke und Zartheit jenseits des Gewöhnlichen.

21.02.12 08:24
Bonga: Revolte in wiegenden Rhythmen


Der aus Angola stammende Künstler Bonga, der mit seinem bürgerlichen Namen José Adelino Barceló de Carvalho heisst, könnte fleissiger nicht sein. Inzwischen hat er sage und schreibe 30 Alben herausgebracht! Bonga ist ein routinierter und engagierter Sänger und präsentiert auf seinem neuen Album "Hora Kota" elf Songs, die bisweilen mit einem süss-sauer Unterton daher kommen. So zum Beispiel der Song "Lelu", in dem der Musiker die sozialen Ungerechtigkeiten anprangert, denen seine Landsleute ausgesetzt sind. Bonga kann aber auch unbeschwert und leichtfüssig sein. Mehrere Titel aus "Hora Kota" erinnern an den Karneval, der für Angolaner überaus wichtig ist. Er verdeutlicht damit, wie sehr er mit seiner Kultur und Semba, der Vorgängerin der brasilianischen Samba, verbunden ist.

En 1994, quand sort le premier single de No One Is Innocent, La Peau, c’est le choc. Rappeurs et rockers trouvaient enfin un terrain d’entente en France. Le premier album éponyme fait le même effet. Les verrous entre les genres sautent. Les querelles de chapelle laissent la place à une musique explosive dans laquelle les sons comme les messages s’entrechoquent. Kemar, leader conscient de son influence et de la notoriété grandissante du groupe, multiplie les prises de position radicales. A cette époque-là, No One Is Innocent devient LE groupe du renouveau du rock hexagonal après le déclin de la scène alternative. Le combo poursuit les expériences musicales en enregistrant un titre avec L’Orchestre National de Barbès. En 97, le deuxième album est dans les bacs et la volonté de mélanger les genres est intacte. Malheureusement, deux ans plus tard, le groupe se sépare. Aujourd’hui, Kemar plus remonté que jamais, et après avoir sorti un album en solitaire, a choisi de reprendre les rênes de No One Is Innocent.
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